Der SV Niedernhausen bricht im Heimspiel gegen Giessen in der 2. Halbzeit ein
 
Nach den beiden letzten überzeugenden Heimspielen des SV Niedernhausen gegen Schwanheim und gegen Biebrich schienen die Dinge auch am Wochenende den gleichen Weg zu nehmen. Die Autaltruppe war in der Vorwärtsbewegung und von den Gästen ging in diesem Stadium des Spiels keine nennenswerte  Torgefahr aus. Folgerichtig fiel dann exakt nach einer halben Stunde nach schöner Vorarbeit von Maximilian Meuth durch Manuel Ulm der verdiente Führungstreffer für den SVN.
Das Bild änderte sich dann völlig überraschend in den ersten 15 Minuten nach der Pause. Die Gäste wirkten wie ausgewechselt, waren ballsicher und spielten präzise Bälle in die Schnittstellen der SVN-Abwehr. Bis zur 67. Minute erzielten sie dabei vier Tore und die Aautaltruppe verlor völlig ihre gewohnte Linie. Nichts mehr war zu sehen von der Dynamik und dem Spielfluss der letzten Heimspiele, wobei die Gäste diese Defizite gnadenlos im Stile einer bestens harmonierenden Mannschaft ausnutzen. Die Angriffe des Gastgebers waren geprägt von vielen Ballverlusten und Einzelaktionen, welche die Gießener Abwehr vor keine größeren Probleme stellte. Kurz vor Spielende fiel dann noch der 5. Treffer für die Gäste zum Endstand.
Gewiss konnte ein Teil der Mannschaft des SVN diesmal nicht seine Bestform aus den ersten 6 Spielen in dieser Spielzeit abrufen und der SVN wird auch nicht an diesem Einbruch in der zweiten Hälfte zerbrechen. Aber eine gewisse Ernüchterung ist nach den bisherigen Spielen in dieser Saison mit den jeweiligen Gegnern auf Augenhöhe schon eingekehrt. Die Mannschaft muss wieder aufgerichtet werden bis zum nächsten wichtigen Spiel am kommenden Sonntag in Ederbergland. Dort wird sie auf einen Gegner treffen, der im bisherigen Saisonverlauf tüchtig Lehrgeld bezahlen musste und der ebenfalls dringend ein Erfolgserlebnis braucht.
 
Aufstellung: Findeis, Sanfratello, Marquardt, Thomasberger, Hoch, Duevel, Meuth, Gröger, Ihm, Ulm, Voss
Eingewechselt: Linke, Antonio, Sefa
 
Bericht: Harald Schmidt