Heimmiederlage im ersten Heimspiel der Verbandsliga
SV  Niedernhausen – FSV Braunfels  0 : 2
 
Die Atmosphäre in der Autalarena zu diesem ersten Heimspiel in der Verbandsliga war ohne jede Frage großartig. Das galt natürlich auch für den Einsatzwillen der Autaltruppe gegen einen routinierten und abgeklärten Gegner, der nach den Jahren in der Amateuroberliga Hessen nunmehr in der Verbandsliga seine ganze Erfahrung in dieser Spielzeit abrufen kann. Der SV Niedernhausen war permanent in der Vorwärtsbewegung und die Gäste konnten sich auf eine eingespielte und erfahrene Defensivabteilung verlassen. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die deutlichen Feldvorteile des SVN auszahlen mussten. Aber genau hier waren trotz pausenlosem Anrennen im Abschluss Defizite nicht zu übersehen. Bis unmittelbar vor der Pause hatten die Gäste keine nennenswerte Tormöglichkeit erspielen können, gingen aber dennoch in der 44. Minute in Führung. Jeder Besucher bescheinigte der Autaltruppe ein gutes Spiel mit viel Kampfgeist und Leindenschaft, aber es fehlten halt die Tore.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Der SVN war permanenent in der Vorwärtsbewegung und viele Einschussmöglichkeiten blieben ungenutzt oder es fehlte im Abschluss im entscheidenden Moment der nötige Überblick. So kam es, wie es im Fussball alltäglich ist, dass die kompakt stehenden Gäste einen der wenigen Konter nutzten. Damit war die Messe entgültig gelesen und die Autaltruppe stand am Ende trotz einer guten läuferischen Leistung mit viel Aufwand mit leeren Händen da.
Jeder wusste, der sich mit dem Geschehen und dem Niveau in der Verbandsliga auskennt, was auf den SVN zukommen wird. Die Mannschaft muss lernen, auch mit solchen bitteren Niederlagen umzugehen und die Fans müssen Geduld mit dem Team haben. Die Situation wird enorm schwer bleiben, aber man hat gesehen, dass die Substanz der Mannschaft vorhanden ist, um auch in dieser Liga bestehen zu können. Es müssen aber unbedingt Erfolge her, sonst wird der Druck auf die Mannschaft schon im frühen Stadium der Saison immer größer.
Am kommenden Samstag um 15.00 Uhr werden in Eddersheim die Karten wieder neue gemischt gegen einen Gegner, der diese Spielklasse genau einordnen kann und über eine ähnliche Substanz wie der FSV Braunfels verfügt. Diesmal liegt der Druck nicht bei der Autaltruppe, zumal die vielen guten Aspekte vom Spiel in Steinbach Hoffnung machen.
Der SV Niedernhausen spielte gegen Braunfels mit Sebastian Trinkl, Rene Düvel, Björn Marquardt, Maximilian Thomasberger, Stefan Gröger, Burim Sefa, Maximilian Meuth, Fabian Gerber, Christopher Ihm, Manuel Ulm, Dominic Voss; eingewechselt wurden Luca Pilling und Enrique Grand Carpio. 
 
Harald Schmidt