Die SoMa des SV 1913 Niedernhausen hat einen Lauf…

Die gestandenen Herren des SV Niedernhausen reisten am Mittwoch, dem 07.11.2018 nach Nordenstadt, um sich dort mit einer sehr spielstarken Mannschaft zu messen, die in der jüngsten Vergangenheit gegen fast alle SoMa-Mannschaften aus dem Raum Wiesbaden gewonnen hat. Dennoch wollten die Niedernhausener ihre fast vierjährige Serie ohne Niederlage fortsetzen.

Bei bestem Fritz-Walter-Walter-Wetter pfiff der gute griechische Schiri die Party gegen 20.00 Uhr an. Es entwickelte sich sofort ein munteres Spiel, bei dem der SVN allerdings in die Defensive gedrängt wurde. Der Gegner nutzte die volle Breite des Platzes und verwickelte vor allem die Abwehr immer wieder in kräftezerrende Laufduelle. Dank der guten Organisation von Manuel Dudda und Samuel Herbst konnten die Angriffe entschärft werden, so dass sich keine zwingenden Chancen für das von Michael Stock gehütete Tor ergaben. Somit konnte der gut aufgelegte Schlussmann der Autal-Elf seine fußballerischen Qualitäten in den Spielaufbau einbringen.

Nach gut 20 Minuten verzeichnete der SVN seine erste Großchance. Giuseppe Cocca flankte fast perfekt auf Steffen Dietrich, der den Ball um Haaresbreite verpatzte. Da im Spielaufbau ein wenig Sand im Getriebe war, musste sich der SVN nun mehr auf das Abwehren der im Höchsttempo vorgetragenen Angriffe der Nordenstädter beschränken. Als alle dachten, dass es mit einem 0:0 in die Halbzeit geht, pfiff der Schiri ein zumindest diskussionswürdiges Foul ca. 18 Meter vor dem Tor der Autal-Elf. Diese Chance nutzte der Gegner mit seinem ersten gefährlichen Abschluss und netzte sehenswert in den linken Knick unhaltbar ein.

In der Halbzeitpause stellte Teammanager Mathias Eichler das Spielsystem der Autal-Elf von einem 4-2-3-1 auf ein 4-4-1-1 um. Diese raffinierte taktische Meisterleistung zeigte auch gleich Wirkung. Nach dem Michael Faller das Spielgerät am eigenen Strafraum erobert hatte, spielte er sich mit mehreren Doppelpässen bis zur gegnerischen Box durch und passte final auf Leo Cece, der mit aller Körper- und Willenskraft den Ball sowie seinen Gegenspieler über die Torlinie drückte. Kurzdarauf folgte eine weitere Angriffswelle des SVN. Steffen Dietrich konterte im Alleingang die Abwehr aus und legte 25 Meter vor dem Tor auf Sandro „Paule“ Wenzel quer. Dieser überwand per Direktabnahme den Torwart mit einem gefühlvoll gelupften Schuss, der eine für den gegnerischen Torwart unberechenbare Flugkurve hatte. Die staunenden Zuschauer hatten allerdings den Eindruck, dass der Schuss abgerutscht und ungewollt über den Torwart hinweg ins Tor flog. Dies bestritt der Torschütze vehement und eindringlich beim Siegerpils. Wie dem auch sein, der SVN führte mit 2:1.

Keine zwei Minuten später schraubte der SVN das Ergebnis auf 3:1. Nach einer wunderschönen One-Touch-Kombination über die Spieler Cocca, Jurchen, Lonegro und Wenzel tankte sich Leo Cece wie ein junger Wilder Löwe mit etwas zu viel Hüftgold gegen zwei Gegenspieler durch, passte selbstlos in den Rücken der Abwehr auf den mitgelaufenen und lautstark rufenden Sandro Wenzel, der mühelos den Ball im leeren Tor unterbringen konnte. Der Jubel kannte kaum Grenzen. Nach einem Pausenrückstand drehte der SVN das Spiel in einer beeindruckenden Art und Weise. Das Anschlusstor in der letzten Minute trübte die gute Mannschaftleistung keineswegs. Der SVN bewies Moral in einem über die gesamte Spielzeit fairen Spiel und hatte mit Leo Cece in der Sturmspitze einen überragenden Spieler in den eigenen Reihen.

Einziger Wehrmutstropfen an diesem erfolgreichen Abend bleibt die unglückliche Verletzung unseres Sportkammerarden Bodo Jüngling, dem wir auf diesem Wege alles Gute wünschen. Kopf hoch Bodo, deine Gegenspieler können jetzt erst einmal durchatmen.

Für den SVN kämpften: Michael Stock, Bodo Jüngling (Michael Faller), Samuel Herbst, Manuel Dudda, Giuseppe Cocca, Enrico Jurchen, Sandro Wenzel, Steffen Dietrich, Stefan Zimmermann (Jens Wagner), Carmine Lonegro, Leo Cece.